Konzept & Behandlung

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"Krankheit ist, wenn es sich um psychosomatisches Leiden handelt, nicht einfach von außen bedingtes Schicksal. In ihr steckt ein Sinn und damit viel Eigengestaltung. Die Erkenntnis über das eigene Mitgestalten am Krankwerden ist beides: zunächst empörende Kränkung, aber auch befreiende Chance."(S. Elhardt)

In Abgrenzung zum Rehabilitationsbereich steht in der Hans Carossa Klinik die ärztliche Leitung und Durchführung der Behandlungsmaßnahmen im Vordergrund.

Das psychotherapeutische Konzept beruht auf dem entwicklungspsychologischen und psychodynamischen Persönlichkeits- bzw. Krankheitsverständnis der Psychoanalyse. Der tiefenpsychologische Therapieansatz wird im Sinne eines modernen integrativen Konzeptes ergänzt durch eine Vielzahl weiterer, wissenschaftlich anerkannter Therapiemethoden. Die "therapeutische Gemeinschaft" dient dabei als Übungsfeld für die Erprobung neuer Erfahrungen und Verhaltensweisen in einem geschützten Rahmen.
Im Verlauf der psychotherapeutischen Behandlung lernt der Patient, die krank machenden Einflüsse in seiner Biographie und Lebenssituation besser zu verstehen und angemessenere, d.h. "gesündere" Einstellungs- und Verhaltensweisen zu entwickeln. Dies geschieht in vertrauensvoller und angstfreier Atmosphäre unter Anleitung eines Arztes oder approbierten Diplompsychologen.
Psychotherapie ist Hilfe zur Selbsthilfe und verlangt somit eine aktive Mitarbeit des Patienten. Die "Behandlung" soll im Verlauf zunehmend in ein eigenverantwortliches "Handeln" des Patienten übergehen.

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Diagnostik
Unser Prinzip: Die korrekte Diagnose ist Grundlage einer wirkungsvollen Behandlung!

Die meisten Patienten durchlaufen daher in der ersten Woche ihres Aufenthalts eine diagnostische Phase.
Der Arzt oder approbierte Diplompsychologe erstellt gemeinsam mit dem Patienten sehr ausführlich dessen biographische Vorgeschichte unter Berücksichtigung von klinischen und neurosenpsychologischen Gesichtspunkten. Hier werden die Zusammenhänge ermittelt , die der Erkrankung und der Persönlichkeitsausprägung zugrunde liegen. Ein vom Patienten selbst erstellter Lebenslauf wird in diese Arbeit mit einbezogen.
Gleichermaßen werden Unterlagen von etwaigen vorausgegangenen Behandlungen eingeholt und berücksichtigt.
Falls erforderlich, werden die gewonnenen Informationen durch eine testpsychologische Untersuchung ergänzt.

In dieser Phase erfolgt selbstverständlich auch eine klinisch-körperliche Untersuchung, daneben EKG und Laborbestimmungen, je nach Einzelfall auch weitergehende medizinische Diagnostik.

Die erhobenen Befunde werden vom behandelnden Arzt nach den Richtlinien der Psychotherapeutischen Basisdokumentation (Psy-BaDo) zusammengefasst.

Der Arzt oder der approbierte Diplompsychologe formuliert dann die Diagnosen und erarbeitet gemeinsam mit dem Patienten die medizinischen und psychotherapeutischen Zielsetzungen.

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Behandlungsphase
Ausgehend von den medizinischen und psychotherapeutischen Zielsetzungen wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf seine Erkrankung und die jeweiligen persönlichen Gegebenheiten abgestimmt ist. Dabei ist es uns sehr wichtig, den Patienten "dort abzuholen, wo er gerade steht".
Jeder Patient erhält ein Behandlungsbuch, in dem die therapeutischen Maßnahmen wöchentlich festgehalten werden.

So könnte ein Wochenplan für einen Patienten mit einer Angststörung aussehen:
Beispiel: